Standard-Schaltungen

QM Holzheizwerke® empfiehlt, wenn immer möglich Standard-Schaltungen zu verwenden. Wenn eine Standard-Schaltung gewählt wird, ist die Auslegung und Funktionsbeschreibung der Anlage besonders einfach: Berechnungen erfolgen in vorbereiteten Tabellen und Fragen zum Anlagekonzept können durch einfaches Ankreuzen beantwortet werden. Damit wird eine effiziente Qualitätssicherung möglich und Planungsfehler werden auf ein Minimum reduziert.

Für vertiefende Ausführungen siehe Publikationen Standard-Schaltungen Teil I (Band 2) und Standard-Schaltungen Teil II (Band 5)

Grundsätze

Die Auswahl und Beschreibung der Standard-Schaltungen folgt folgenden acht Grundsätzen:

  1. Je eine bewährte hydraulische Schaltung pro Anwendungsfall bei der Wärmeerzeugung.
     
  2. Wärmeerzeugung hydraulisch und regelungstechnisch beliebig erweiterbar. Eine Ausnahme wurde lediglich bei der monovalenten Holzheizungsanlage ohne Speicher gemacht, wo neben der regulären Lösung auch eine Minimallösung zugelassen ist, die jedoch nicht erweiterbar ist.
     
  3. Führungskessel und Folgekessel hydraulisch nicht festgelegt. Das heisst, für die Wärmeerzeugung werden ausschliesslich Parallel-Schaltungen verwendet (keine Serienschaltungen).
     
  4. Regelgrösse des Hauptreglers ist
    • für Anlagen mit Speicher der Speicherladezustand
    • für Anlagen ohne Speicher die Hauptvorlauftemperatur.
  5. Stellgrösse des Hauptreglers ist grundsätzlich der Sollwert der Feuerungsleistung des internen Holzkessel-Reglers, z. B. in der Sequenz Kessel 1 Zweipunkt – Kessel 1 stetig – Kessel 2 Zweipunkt – Kessel 2 stetig.
     
  6. Strikte druckdifferenzarme Kopplung hydraulischer Kreise. Das heisst, zwischen zwei hydraulischen Kreisen (je mit eigener Pumpe) befindet sich immer ein grosszügig dimensionierter Bypass («hydraulische Weiche»). 
     
  7. Alle Wärmeabnehmer-Schaltungen für möglichst tiefe Rücklauftemperatur
    • in der Zentrale mit druckdifferenzarmem Anschluss
    • an der Fernleitung mit druckdifferenzbehaftetem Anschluss.
  8. Einhaltung minimaler Ventilautoritäten:
    • Dreiwegeventile grösser 0,5
    • Durchgangsventile grösser 0,3

Standard-Schaltungen Teil I

Bei den acht in Teil I beschriebenen Standardschaltungen WE1 bis WE8 handelt es sich um praxisbewährte Lösungen für monovalente oder bivalente Wärmeerzeugungsanlagen für einen oder zwei Holzkessel, mit oder ohne Speicher. Auch für die Wärmeabnehmerseite werden zahlreiche Lösungen zur Raumheizung und Warmwasserbereitung beschrieben.

Die Standardschaltungen in Teil I erfüllen Grundsatz 5 (siehe oben). Dies hat zur Folge, dass nur Holzkessel geeignet sind, die ein externes Sollwertsignal für die Feuerungsleistung (vom übergeordneten Regelsystem) verarbeiten können.

Standard-Schaltungen Teil II

In Teil II werden sechs weitere praxisbewährte Lösungen WE11 bis WE16 dargestellt. Hier werden Regelstrategien beschrieben, die für die Regelung der Feuerungsleistung kein externes Sollwertsignal benötigen, sondern die Kesselaustrittstemperatur als Regelgrösse heranziehen.

Zusätzlich zu den Parallelschaltungen von Mehrkesselanlagen werden hier auch Serienschaltungen als Standardschaltungen definiert.

Nachfolgend sind vertiefte Inromationen zu den Standard-Schlatungen aus Teil I zu finden, welche über einen Wärmespeiche verfügen.